Wer Ozon liest 
 assoziiert dieses Molekül spontan mit 
„Gesundheitsgefährdung“,  „Umweltverschmutzung“ und
     UV-Strahlen - Belastung als Folge des Ozonlochs in der Stratosphäre.
Geht es nun darum, wie Ozon therapeutisch genutzt werden kann,  
stehen einer sachliche Auseinandersetzung mit dieser Frage 
oft reflexartig auftretende Vorurteile entgegen.  
 
Ozontherapie bietet  jedoch
 ungeahnte Möglichkeiten 


 Jahrzehntelange Erfahrung und viele neuere Forschungsergebnisse bestätigen, 
 dass Ozon  für diverse problematische, schwer behandelbare Krankheiten sehr interessante und viel versprechende Behandlungsmöglichkeiten bietet. Stichworte: Antibiotikaresistenzen; virusbedingte Krankheiten; Autoimmunerkrankungen
Einleitung
Wirkung
Indikationen  (siehe hierzu auch: Ozon als Medikament )
Ozonherstellung
Internationale Verbreitung
Geschichte

1. Einleitung
Internistische Ozontherapie wird in mitteleuropäischen Ländern seit über 50 Jahren ärztlich angewandt und entspricht nach heutigem Wissensstand einer unspezifischen biologischen Reiztherapie, welche über komplexe biochemische Abläufe modulierend auf körpereigene Regulations- und Schutzsysteme wirkt. 
Dass Ozontherapie bei sehr unterschiedlichen Krankheitsgruppen Anwendung findet  erklärt sich daraus, dass die Wirkung auf Niveau elementarer biochemischen Abläufe mit Beeinflussung von Enzymen und Zytokinen zu erklären ist (Immunabwehr, Entzündungsprozesse, antioxidative Schutzsysteme).  
Das breit gefächerte Indikationsspektrum kann prinzipielle Gegner der Ozontherapie dazu veranlassen, diese Fülle therapierbarer Krankheisprozesse als suspekt einzuschätzen. 
Etliche neuere Forschungsarbeiten weisen explizit auf die Möglichkeiten eines gemeinsamen Ursprungs ganz verschiedener Erkrankungen hin: „Persistent inflammation and the generation of reactive oxygen and nitrogen species play pivotal roles in tissue injury during disease pathogenesis and as a reaction to toxicant exposures. The associated oxidative and nitrative stress promote diverse pathologic reactions including neurodegenerative disorders, atherosclerosis, chronic inflammation, cancer, and premature labor and stillbirth. These effects occur via sustained inflammation, cellular proliferation and cytotoxicity and via induction of a proangiogenic environment“.   http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19656995?ordinalpos=9&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum

Das Verständnis für die Wirkungsweise setzt fundierte biochemische, physiologische und medizinische Kenntnisse voraus, was auch Fachleuten einen erheblichen Aufwand abfordert. 
Von den involvierten Verantwortungsträgern des Gesundheits- und Versicherungswesens - insbesondere im Bereich der Zusatzversicherungen für Komplementärmedizin - erwarten wir allerdings, dass sie diesen Aufwand leisten oder - bei fehlenden Voraussetzungen - sich einer unqualifizierten Beurteilung enthalten.
Es ist befremdend, wie in letzter Zeit grosse schweizerische Krankenversicherer ohne Konsultation qualifizierter Experten über Nutzen und Risiken der Ozontherapie willkürlich befunden haben. So ist die Frage, ob diese Behandlungsmethode rückerstattungsfähig sei, oft auf Niveau administariver Sachbearbeiter zu Ungunsten der Methode entschieden worden.
   Nebst der „internistischen“ Ozontherapie wird auch die „äusserliche“ Ozon-Anwendung in Form von Beutel- oder Glocken-Unterdruck-Begasung praktiziert. Diese kommt bei infizierten oder schlecht heilenden Wunden zum Einsatz und hat schon manche drohende Amputation verhindern können. (siehe z.B. “Therapeutic Efficacy of Ozone in Patients with Diabetic Foot”   -  Download unter:
 http://www.ozonosan.de/images/upload/File/Diabetes_2_Leon_EJP_2005_final.pdf )
     Die internistische Ozontherapie wird hauptsächlich als „Auto-Haemo-Therapie“ (AHT) mit steril entnommenem, anschliessend extrakorporell ozonisiertem patienteneigenem Blut intravenös appliziert. Gelegentlich wird sie auch als reines „Gas-Klistier“ (R.I. = rectal Insufflation) - also ohne Venenpunktion und Blutkontakt - direkt in den Darm appliziert. Ferner kann das Ozon-Sauerstoff-Gemisch durch Injektionen intramuskulär und direkt in die Gelenke verabreicht werden. 

2. Wirkung
  Die Internistische Ozontherapie entfaltet ihre Wirkung an Enzymen und Mediatoren (Zytokinen) des Zellstoffwechsels. 
Konkret handelt es sich dabei um 
  - die körpereigenen (endogenen) antioxidativen Schutzsysteme mit messbarer Anhebung verschiedener antioxidativer Enzyme (Superoxiddismutase, Katalase, Glutathion-Peroxidase, Reduktase)
 - das Immunsystem mit Freisetzung körpereigener Zytokine wie Interferone und Interleukine
- die Aktivierungs- und Supressorsysteme der Genregulation. 
Weitere Ausführungen hierzu finden sich auf der nächsten Site unter „Wissenswertes“

Indikationen   (ausführlicher dargelegt unter der Site „Ozon als Medikament“)
Allgemeine und organbezogene Alterungsprozesse wie z.B. die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), chronisch entzündliche Krankheiten (Rheumatoide Arthritis) und chronisch verlaufende Virusinfektionen (Hepatitis B und C) sind wichtige Indikationsgebiete, für welche die moderne Medizin noch keine befriedigende Therapien gefunden hat. 
Siehe z.B.: Ozonanwendung diverse 1997 Cuba.htm 

Als Begleitbehandlung von Krebsleiden kann auf die allgemeine Schwäche und möglicherweise auf die Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie günstig Einfluss genommen werden. 

Bei intensiver täglicher Anwendung in der Frühphase von akuten Durchblutungsstörungen wie Schlaganfällen, Zentral-Arterienverschluss im Auge und ähnlichen ernsthaften Notfallsituationen  kann die Ozontherapie einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung bleibender neurologischer Schäden leisten.  

Neuere Forschungsarbeiten speziell von Prof. Olga Sonja Leon, Pharm. Dptm. Univ. of Havanna bezüglich Diabetes liefern starke Hinweise darauf, dass sowohl in den Früh- wie auch in den Spätstadien der Krankheit die Entstehung der gefürchteten Komplikationen durch Ozontherapie günstig beeinflusst werden können via Regulation der Aldose Reduktase (Verminderung der NADPH-Depletion, reduzierte Bildung von Fruktose und“AGE“ - Advanced Glycated Endproducts), Hochregulierung der Superoxid Dismutase und Katalase und damit Verminderung der oxidativen Stressbelastung durch ROS (Reactive Oxygen Spezies). 


4. Ozonherstellung
Das Ozonmolekül als hoch reaktionsfreudiges Sauerstoffgebilde wird unmittelbar vor seiner medizinischen Verwendung mittels eines speziellen elektrischen Ozongenerators (Hochvoltkammer, stille elektrische Entladung) aus reinem Medizinalsauerstoff  hergestellt und durch verantwortungsbewusste, geschulte Therapeuten angewandt. 

Weil es therapeutisch unmittelbar an seinen Wirkungsort gebracht wird und dort innert kürzester Zeit reagiert und damit abgebaut wird, entsteht durch korrekt durchgeführte Ozontherapie keine Umweltbelastung. 

Bei korrekter Anwendung ist die Therapie nebenwirkungsfrei und ungefährlich. Die entsprechende Ausbildung und Zertifikatserteilung der ärztlichen Anwender erfolgt in der Schweiz durch die SAGOS.

5. Internationale Verbreitung
Eine wachsende, aber vergleichsweise immer noch kleine internationale Forschergemeinschaft beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem therapeutischen Einsatz von Ozon. Die ersten Anwendungen in der Medizin erfolgten bereits in den 50-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. 

Derzeit wird Ozontherapie in der Schweiz, Deutschland, Italien, Oesterreich, Spanien, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt (Türkei, Aegypten, Israel,Russland, Indien, China, Indonesien) regelmässig und mit gutem Erfolg angewandt. Speziell Länder, für welche die sehr hohen Preise modernster antiviraler Medikamente (Hepatitis B und C) oder Biologicals (Autoimmunerkrankungen wir Rheumatoide Arthritis) eine sehr grosse Belastung darstellen, haben ein grosses Interesse an dieser Therapiemethode. Gerade solche Länder liefern auch mit klinischen Studien immer wieder wertvolle Beiträge zur wissenschaftliche Abstützung dieser Therapiemethode.  

Aktuellste Pathophysiologie- und Therapiestudien wurden v.a. in Aegypten, Israel und Kuba durchgeführt. Siehe z.B.: Ozone oxidative preconditioning is mediated by A1 adenosine receptors in a rat model of liver ischemia/ reperfusion;  Social economic impacts of 11 years in the application of ozone therapy.htm

6. Geschichte:
Ozon wurde zu Beginn vor mehr als fünfzig Jahren vermutlich im Sinne der bereits früh erkannten Verbesserung der Sauerstoffversorgung sowie angesichts der stark desinfizierenden Wirkung als „Supersauerstoff“ betrachtet. Dagegen ist man heute zur Erkenntnis gelangt, dass seine Wirkungsweise anders und sehr vielschichtig ist. 



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